Über mich -2-

Bereits als Kind war es mir (Bj. ’74) schon vergönnt, den verantwortungsbewussten sowie respektvollen Umgang mit Tieren erlernen zu dürfen: auf dem großelterlichen Hof mit Kühe und Geflügel; im Haus meines Onkels mit je einer Gruppe Meerschweinchen, Angora- und Satinhasen.

Auch involvierte er mich in die Aufzucht eines Jungbullen (Flaschenkind), als er diesen in Pflege bei sich aufnahm.

Meine Familie stand immer hinter mir, egal ob zahme oder wilde Säugetiere, Fische, Amphibien, einheimische Reptilien: mein Verständnis für die Tierwelt wurde stets und artunabhängig gefördert.

Ab dem zarten Alter von 10 erhielt ich die Erlaubnis zur Haltung von Zierfinken und -sittichen.

Als Jugendliche kreuzten drei Hunde innerhalb der Familie meinen Weg und als junge Erwachsene erfüllte ich mir dann endlich meinen Traum von einem eigenen Haustier mit einem Kater.

Wenige Jahre später folgte mein erster Hund, den ich allerdings aufgrund von mangelhaftem Hundeverständnis sowie einer ungesicherten Versorgung durch meinen folgenden Berufsweg nach nur wenigen Monaten wieder weggeben musste.

Einige Jahre war es mir dann leider nicht möglich, allein im Ansatz an ein Haustier zu denken.

Dies änderte sich Anfang 2002, als ich mich das erste Mal beruflich veränderte: es zog wieder ein Kater aus dem Tierheim bei mir ein, dem kurz darauf ein Kitten aus schlechter Haltung und einige Monate später ein Kätzchen vom Bauernhof folgten.

Im Lauf der Zeit als Wieder-Tierhalter und aktiver Mithilfe im Tierschutz, lernte ich natürlich auch die Schattenseiten der Mensch-Tier-Beziehung kennen: ich nahm schwerkranke Haustiere sowie kleine, geschwächte Wildtiere bei mir auf, pflegte und begleitete sie bis zum guten, manchmal auch traurigen Schluss.

Im Frühling 2007, eigentlich war ich gar nicht darauf eingestellt, führten glückliche Umstände dazu, mein Leben wieder mit einem Hund teilen zu dürfen.

2008 setzte sich mein Interesse für „nicht normale“ Haustiere durch, worauf ich mit Terraristik und Schlangenhaltung begann. Fünf Jahre lang durfte ich fünf Kornnattern mein Eigen nennen: Vier ganz bewusst, die 5. kam im Sommer 2010 dazu, nachdem ich sie aus „nicht ganz so gelungener Haltung“ holen konnte.

Aufgrund meiner steten Lern- und Einsatzbereitschaft für Tiere, erlangte ich im Lauf der Zeit als mobile Tierbetreuerin sowie als, sich für Tiere einsetzende Privatperson einen gewissen, regionalen Bekanntheitsgrad, wodurch es nicht selten vorkommt, dass ich sogar mit der hiesigen Tierrettung gleichgestellt, respektive verwechselt werde.

Dies ehrt mich zwar, jedoch kann bei einem echten Notfall, für den tiefergehende, veterinär-medizinische Fachkenntnis sowie technische, lebenserhaltene Ausrüstung von Nöten sind, wertvolle Zeit verloren gehen.